Sommerrollen Rezept mit Gemüse und Erdnusssauce

Sommerrollen sind weiche, ungebackene Rollen aus Reispapier, die mit Reisnudeln, Gemüse, Kräutern und weiteren Zutaten gefüllt werden. Dieses vietnamesisch inspirierte Sommerrollen Rezept ergibt zwölf vegetarische Rollen mit Karotte, Gurke, Paprika, Rotkohl, Salat und einer cremigen Erdnusssauce.

Die Zutaten sind unkompliziert, trotzdem erfordert das Rollen etwas Übung. Entscheidend sind gut abgetropfte Füllungen, nur kurz eingeweichtes Reispapier und eine angemessene Menge pro Rolle. Mit der folgenden Anleitung gelingen die Reisblätter elastisch, kompakt und möglichst ohne zu reißen.

Sommerrollen auf einen Blick

  • Menge: etwa 12 mittelgroße Sommerrollen
  • Portionen: 4 leichte Hauptmahlzeiten oder 6 Vorspeisenportionen
  • Reispapier: trockene Reisblätter mit etwa 22 cm Durchmesser
  • Füllung: Reisnudeln, Salat, Karotte, Gurke, Paprika, Rotkohl und Kräuter
  • Sauce: cremiger Erdnussdip mit Limette und Sojasauce
  • Zubereitungszeit: ungefähr 45 Minuten
  • Vorbereitung: Zutaten können vorab geschnitten werden; fertig gerollt schmecken Sommerrollen möglichst frisch am besten

Was sind Sommerrollen?

Sommerrollen bestehen aus dünnem Reispapier, das kurz mit Wasser befeuchtet und anschließend um eine frische oder gegarte Füllung gerollt wird. Häufig enthalten sie Reisnudeln, Salat, Kräuter und knackiges Gemüse. Je nach Variante kommen vollständig gegarte Garnelen, Hähnchen, Tofu oder andere Zutaten hinzu.

Im Gegensatz zu vielen gebackenen oder frittierten Rollen wird das gefüllte Reispapier nicht weiter gegart. Deshalb sollten alle Zutaten vor dem Rollen verzehrfertig sein. Rohes Hähnchen, rohe Garnelen oder andere Zutaten, die vor dem Essen gegart werden müssen, gehören nicht in Sommerrollen.

Die hier verwendete Kombination ist vietnamesisch inspiriert und auf Zutaten abgestimmt, die in deutschen Supermärkten oder Asia-Läden relativ leicht erhältlich sind. Sie wird nicht als einzig traditionelle oder verbindliche Zubereitungsart verstanden.

Sommerrollen oder Frühlingsrollen: Was ist der Unterschied?

Sommerrollen und Frühlingsrollen unterscheiden sich vor allem in Hülle, Zubereitung und Konsistenz. Sommerrollen werden üblicherweise in eingeweichtes Reispapier gewickelt und ungebacken serviert. Die Hülle bleibt weich, leicht elastisch und etwas klebrig.

Frühlingsrollen besitzen dagegen meist eine zum Ausbacken geeignete Teighülle und werden frittiert oder im Ofen beziehungsweise Airfryer gebacken. Dadurch entsteht eine knusprige Oberfläche. Auch die Füllung wird bei Frühlingsrollen häufig vorgegart oder beim Ausbacken vollständig erhitzt.

Die beiden Gerichte sind deshalb nicht einfach austauschbar: Reispapier für Sommerrollen verhält sich anders als Frühlingsrollenteig und sollte für dieses Rezept nicht frittiert werden.

Sommerrollen-Zutaten und passende Füllung

Eine ausgewogene Füllung enthält weiche, knackige und aromatische Bestandteile. Die Reisnudeln geben Volumen, Salat und Gemüse sorgen für Struktur, während Minze und Koriander Frische beisteuern.

Vorbereitete Zutaten für Sommerrollen mit Reispapier, Reisnudeln, Gemüse und Kräutern
Dünn geschnittenes Gemüse und gut abgetropfte Reisnudeln erleichtern das Füllen und Rollen.

Für zwölf Rollen werden folgende Hauptzutaten benötigt:

  • 12 trockene Reisblätter mit etwa 22 cm Durchmesser
  • 80 g dünne Reisnudeln aus Reismehl
  • 1 mittelgroße Karotte
  • 1 halbe Salatgurke
  • 1 rote Paprika
  • 100 g Rotkohl
  • etwa 12 kleine, weiche Salatblätter
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • je eine kleine Handvoll Minze und Koriander

Das Gemüse sollte in schmale, ungefähr sechs bis acht Zentimeter lange Streifen geschnitten werden. Sehr dicke Stücke erschweren das Rollen und können das aufgeweichte Reispapier durchstoßen. Harte Schnittkanten, beispielsweise an Paprika oder Rotkohl, sollten möglichst nicht direkt an der Hülle liegen.

Die Füllung lässt sich an die Saison und den eigenen Geschmack anpassen. Geeignet sind beispielsweise Kohlrabi, fein geschnittener Weißkohl, Sprossen, Radieschen, Mango, blanchierter Pak Choi oder Avocado. Hinweise zu festen Stielen und Blättern finden sich auch im Beitrag über Pak Choi richtig zubereiten.

Wässrige Zutaten müssen gut abgetropft werden. Besonders Gurke, gewaschener Salat und Kräuter sollten vor dem Rollen möglichst trocken sein. Überschüssiges Wasser macht das Reispapier schnell weich und erhöht das Risiko, dass die Rollen aufplatzen.

Welches Reispapier eignet sich für Sommerrollen?

Für Einsteiger sind runde, trockene Reisblätter mit einem Durchmesser von etwa 22 cm besonders praktisch. Sie bieten genügend Platz für eine sichtbare, aber nicht überladene Füllung. Kleinere Blätter mit 16 Zentimetern eignen sich eher für kleine Vorspeisenrollen, lassen sich jedoch schwieriger verschließen. Sehr große Reisblätter können mehr Füllung aufnehmen, werden beim Rollen aber schnell unhandlich.

Auf der Zutatenliste stehen je nach Hersteller Reismehl, Reismehl und Tapiokastärke oder unterschiedliche Mischungen daraus. Ein höherer Tapioka-Anteil kann die eingeweichten Blätter elastischer und etwas dehnbarer machen. Reisblätter mit wenig oder ohne Tapioka können eine etwas festere, mitunter empfindlichere Struktur haben. Das tatsächliche Verhalten unterscheidet sich jedoch von Marke zu Marke.

Trockene Reisblätter

Die in Deutschland üblichen trockenen Reisblätter sind hart und müssen kurz in Wasser getaucht werden. Sie sollten beim Herausnehmen noch deutlich fester wirken als die fertige Rolle. Das Wasser zieht nach, während das Blatt auf der Arbeitsfläche liegt.

Frische Reisblätter

Bereits weiche, frisch verkaufte Reisblätter werden nicht wie trockene Blätter eingeweicht. Sie sollten entsprechend der Packungsanleitung voneinander getrennt, abgedeckt und direkt gefüllt werden. Falls sie an den Rändern trocken wirken, genügt normalerweise ein sehr leichtes Befeuchten. Ein längeres Wasserbad würde sie zu weich machen.

Reisnudeln richtig vorbereiten

Für diese Sommerrollen eignen sich dünne Reisvermicelli oder andere feine Reisnudeln. Glasnudeln können ebenfalls verwendet werden, bestehen jedoch meist aus Stärke, beispielsweise aus Mungbohnen, und haben eine glattere, elastischere Konsistenz. Für die Hauptversion liefern Reisnudeln eine angenehm weiche und dennoch gut kontrollierbare Füllung.

Die genaue Zubereitung richtet sich nach der Packungsanleitung. Viele dünne Reisnudeln werden drei bis fünf Minuten in heißem Wasser gegart oder mit kochendem Wasser übergossen und ziehen gelassen. Sie sollten weich, aber nicht breiig sein.

  1. Reisnudeln nach Packungsanleitung garen oder einweichen.
  2. Sofort in ein Sieb abgießen.
  3. Kurz mit kaltem Wasser abspülen, damit der Garprozess gestoppt wird.
  4. Sehr gründlich abtropfen lassen.
  5. Mit einer Küchenschere zwei- bis dreimal durchschneiden, damit keine überlangen Stränge aus den Rollen gezogen werden.

Die Nudeln sollten vor dem Füllen vollständig abgekühlt sein. Warme Nudeln erzeugen Feuchtigkeit und können die Reisblätter zusätzlich aufweichen. Wer gern mit Reisnudeln kocht, findet in unserem Pad Thai mit Tamarinde eine weitere Verwendungsmöglichkeit.

Sommerrollen Schritt für Schritt rollen

Für die Rollstation werden eine flache Schale mit lauwarmem Wasser, eine glatte Arbeitsfläche, die vorbereiteten Zutaten und eine freie Ablagefläche benötigt. Eine glatte Kunststoff- oder Keramikunterlage funktioniert meist besser als ein stark strukturiertes Küchentuch.

Vier Schritte zum Füllen, Einklappen und Aufrollen einer Sommerrolle
Wenig Füllung, freie Seitenränder und gleichmäßiger Druck verhindern, dass die Sommerrollen aufplatzen.

1. Reispapier kurz eintauchen

Ein trockenes Reisblatt vollständig in lauwarmes Wasser tauchen. Je nach Marke genügen ungefähr fünf bis zehn Sekunden. Das Blatt einmal drehen oder mit den Händen sanft unter Wasser drücken. Es wird herausgenommen, solange es noch leicht fest ist.

Sehr heißes Wasser ist nicht erforderlich. Es kann die Oberfläche zu schnell klebrig machen und erschwert die Kontrolle.

Trockenes Reispapier wird kurz in lauwarmes Wasser getaucht
Das Reispapier nur kurz befeuchten und noch leicht fest aus dem Wasser nehmen.

2. Reispapier nachweichen lassen

Das befeuchtete Blatt flach auf die Arbeitsfläche legen und etwa 15 bis 20 Sekunden warten. Währenddessen wird es elastischer. Nicht mehrere Blätter gleichzeitig einweichen, da sie sonst aneinanderhaften.

3. Zutaten anordnen

Die Füllung wird im unteren Drittel des Blattes platziert. Zuerst ein kleines Salatblatt auflegen. Es bildet eine Schutzschicht zwischen Reispapier und harten Gemüsekanten.

Darauf kommen eine kleine Portion Reisnudeln, einige Streifen Karotte, Gurke, Paprika und Rotkohl sowie Kräuter und Frühlingszwiebeln. Die fertige Füllung sollte ungefähr eine kompakte Rolle von zehn bis zwölf Zentimetern Länge ergeben. Seitlich bleiben jeweils mindestens vier Zentimeter frei.

4. Unteren Rand über die Füllung schlagen

Den unteren Rand mit beiden Händen über die Füllung heben. Die Zutaten dabei leicht zurückhalten und den ersten Umschlag vorsichtig festziehen. Das Reispapier darf gespannt, aber nicht stark gezogen werden.

5. Seiten einklappen

Die linke und rechte Seite nach innen schlagen. Beide Seiten sollten sich an die Füllung anschmiegen, ohne sie zusammenzudrücken.

6. Rolle fertig aufrollen

Die Sommerrolle gleichmäßig und mit sanftem Druck nach vorne rollen. Die leicht klebrige Oberfläche verschließt die Rolle ohne zusätzliche Flüssigkeit.

Die fertige Rolle mit der Naht nach unten ablegen. Zwischen den Rollen etwas Abstand lassen oder sie durch Backpapier beziehungsweise Salatblätter voneinander trennen.

Häufige Probleme mit Reispapier lösen

Das Reispapier ist zu weich und klebrig

Meist lag es zu lange im Wasser oder das Wasser war zu heiß. Reisblätter werden auch nach dem Herausnehmen weiter weich. Deshalb sollten sie noch leicht fest auf die Arbeitsfläche kommen. Bei einer neuen Marke empfiehlt sich zunächst ein Testblatt.

Das Reisblatt bleibt hart und bricht

Das Blatt benötigt etwas mehr Wasser oder einige zusätzliche Sekunden Ruhezeit auf der Arbeitsfläche. Statt es sofort erneut vollständig einzutauchen, können trockene Stellen mit nassen Fingern leicht befeuchtet werden.

Die Sommerrolle reißt beim Aufrollen

Mögliche Ursachen sind zu viel Füllung, scharfkantiges Gemüse oder zu starker Zug. Die Gemüsemenge reduzieren und harte Streifen auf ein Salatblatt legen. Ein zweites Reisblatt kann eine bereits gerissene Rolle retten, macht die Hülle allerdings deutlich dicker.

Die Rollen platzen nach kurzer Zeit auf

Warme Nudeln, nasser Salat oder sehr saftiges Gemüse geben zusätzliche Feuchtigkeit ab. Alle Zutaten sollten kühl und gut abgetropft sein. Außerdem dürfen die Seiten nicht zu locker eingeschlagen werden.

Fertige Sommerrollen kleben zusammen

Die Rollen sollten sich auf der Platte nicht direkt berühren. Backpapier, Salatblätter oder kleine Stücke leicht angefeuchtetes Reispapier können als Trennung dienen. Rollen niemals übereinanderstapeln, wenn sie nicht einzeln getrennt sind.

Cremige Erdnusssauce für Sommerrollen

Die Erdnusssauce ist ein fester Bestandteil dieses Rezepts. Sie verbindet cremige Erdnussbutter mit salziger Sojasauce, Limettensaft, einer milden Süße und etwas Knoblauch.

Für zwölf Rollen werden 120 Gramm cremige Erdnussbutter mit 100 Millilitern warmem Wasser, zwei Esslöffeln Sojasauce, zwei Esslöffeln Limettensaft, einem Esslöffel Ahornsirup, einer kleinen geriebenen Knoblauchzehe und einem Teelöffel Sesamöl verrührt. Chiliflocken oder Sriracha können nach Geschmack ergänzt werden.

Das Wasser wird schrittweise eingerührt. Direkt nach dem Mischen kann die Sauce noch relativ dünn wirken, beim Stehen wird sie häufig etwas fester. Ist sie zu dick, helfen ein bis zwei zusätzliche Esslöffel Wasser. Ist sie zu dünn, wird noch etwas Erdnussbutter eingerührt.

Cremige Erdnusssauce mit Erdnussbutter, Limette und Sojasauce
Die Sauce sollte cremig, glatt und flüssig genug zum Dippen sein.

Kurze Dip-Alternativen

Für einen Hoisin-Dip können zwei Teile Hoisinsauce mit einem Teil Wasser und etwas Limettensaft glatt gerührt werden. Eine leichtere Limettenvariante entsteht aus Limettensaft, Sojasauce, wenig Ahornsirup, Wasser und Chili. Diese Alternativen ersetzen die Erdnusssauce geschmacklich, gehören aber nicht zur Hauptversion.

Füllungsideen mit Tofu, Garnelen und Hähnchen

Für die Varianten wird ein Teil der Gemüse- oder Nudelmenge reduziert, damit die Rollen nicht überfüllt werden. Pro Rolle reichen gewöhnlich 20 bis 30 Gramm einer zusätzlichen Proteinquelle.

Sommerrollen mit Tofu

Etwa 250 Gramm festen Tofu trocken pressen und in schmale Stifte schneiden. In wenig neutralem Öl rundherum anbraten und mit Sojasauce würzen. Vor dem Rollen vollständig abkühlen lassen. Je zwei bis drei Tofustifte zusammen mit etwas weniger Reisnudeln in jede Rolle geben.

Sommerrollen mit Garnelen

Für zwölf Rollen werden ungefähr 300 Gramm vollständig gegarte, geschälte Garnelen benötigt. Große Garnelen längs halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf das Reispapier legen. Anschließend Salat, Nudeln und Gemüse daraufgeben. Rohe oder nur teilweise gegarte Garnelen sind für die direkt servierten Rollen nicht geeignet.

Sommerrollen mit Hähnchen

Etwa 300 Gramm Hähnchenbrust vollständig durchgaren, abkühlen lassen und in dünne Streifen schneiden. Das Fleisch kann zuvor mit etwas Sojasauce, Limettensaft und neutralem Öl mariniert werden. Die Kerntemperatur und Garzeit müssen für das verwendete Stück ausreichend sein; im Inneren darf das Fleisch nicht roh oder glasig bleiben.

Vegane Sommerrollen

Die vegetarische Hauptversion ist vegan, sofern eine vegane Erdnussbutter, Sojasauce und ein pflanzliches Süßungsmittel verwendet werden. Die Zutatenlisten gekaufter Saucen sollten dennoch geprüft werden.

Für eine sättigendere vegane Füllung eignen sich gebratener Tofu, Edamame, Avocado oder fein geschnittener Räuchertofu. Dabei sollte immer ein Teil der Nudeln oder des Gemüses reduziert werden. Eine weitere alltagstaugliche Kombination verschiedener pflanzlicher Zutaten bietet die pflanzliche Protein-Bowl.

Sommerrollen vorbereiten und aufbewahren

Sommerrollen können einige Stunden vor dem Servieren gerollt werden, sind aber nur eingeschränkt für längeres Meal Prep geeignet. Das Reispapier verändert im Kühlschrank seine Struktur: Es kann austrocknen, zäh werden oder durch feuchte Füllungen aufweichen.

Für die beste Konsistenz werden die Rollen möglichst frisch oder innerhalb von etwa zwei bis vier Stunden serviert. Müssen sie länger aufbewahrt werden, sollten sie einzeln und mit Abstand in eine luftdicht schließende Dose gelegt werden. Backpapier oder Salatblätter verhindern direkten Kontakt.

Unter den Deckel kann ein nur leicht angefeuchtetes Küchentuch gelegt werden, ohne die Rollen direkt zu berühren. Ein nasses Tuch würde zu viel Feuchtigkeit abgeben. Vor dem Servieren die Sommerrollen etwa zehn Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.

Nach ungefähr einem Tag sind sie bei geeigneter Kühlung häufig noch essbar, die Konsistenz ist jedoch meist deutlich schlechter. Bei Varianten mit Garnelen oder Hähnchen müssen Kühlkette und Frische besonders sorgfältig beachtet werden.

Für eine bessere Vorbereitung werden daher die Bestandteile getrennt gelagert:

  • Gemüse waschen, schneiden und trocken in Behältern kühlen.
  • Reisnudeln garen, vollständig abkühlen und luftdicht aufbewahren.
  • Erdnusssauce vorbereiten und separat kalt stellen.
  • Kräuter möglichst erst kurz vor dem Rollen waschen und trocknen.
  • Tofu, Garnelen oder Hähnchen vollständig garen und getrennt kühlen.
  • Sommerrollen erst am Tag des Servierens rollen.

Sommerrollen für Gäste anrichten

Für Gäste können die Sommerrollen fertig gerollt oder als gemeinsame Rollstation serviert werden. Bei einer Rollstation werden Reisblätter, lauwarmes Wasser, Nudeln, Gemüse, Kräuter und zusätzliche Füllungen in getrennten Schalen bereitgestellt. Dadurch kann jede Person ihre eigene Kombination zusammenstellen.

Fertig gerollte Sommerrollen werden in einer Lage auf einer großen Platte angerichtet. Zwischen den Rollen bleiben kleine Abstände. Die Erdnusssauce wird in mehreren kleinen Schalen verteilt, damit nicht alle Gäste dieselbe Schale erreichen müssen.

Zum Garnieren eignen sich Minze, Koriander, Limettenspalten und einige gehackte Erdnüsse. Wer einzelne Rollen halbieren möchte, sollte ein sehr scharfes, leicht angefeuchtetes Messer verwenden und die angeschnittenen Rollen sofort servieren.

Platte mit zwölf vegetarischen Sommerrollen und mehreren Schalen Erdnusssauce
Mit Abstand angerichtet und auf mehrere Dipschalen verteilt eignen sich Sommerrollen gut für Gäste.

Als Teil eines größeren asiatisch inspirierten Essens passen die Sommerrollen beispielsweise zu einem Hotpot einfach zu Hause.

Kalorien und Portionsmenge

Die genaue Kalorienmenge hängt von der Größe und Marke der Reisblätter, der verwendeten Erdnussbutter, der Nudelmenge und der tatsächlich verzehrten Sauce ab. Für die vegetarische Hauptversion sind ungefähr 140 bis 150 Kilokalorien pro Rolle inklusive anteiliger Erdnusssauce ein realistischer Näherungswert.

Drei Rollen mit Sauce ergeben damit ungefähr 420 bis 450 Kilokalorien. Diese Angaben sind Schätzwerte und keine Laboranalyse.

Als Vorspeise genügen meist zwei Rollen pro Person. Für eine leichte Hauptmahlzeit können drei Rollen gerechnet werden. Bei großem Appetit oder wenn keine weiteren Speisen angeboten werden, sind vier Rollen pro Person sinnvoll.

Häufige Fragen zum Sommerrollen Rezept

Wie lange muss Reispapier im Wasser bleiben?

Bei vielen trockenen Reisblättern reichen fünf bis zehn Sekunden in lauwarmem Wasser. Das Blatt sollte beim Herausnehmen noch leicht fest sein, da es auf der Arbeitsfläche weiter weich wird. Die Packungsangabe und ein Testblatt sind maßgeblich.

Kann ich Glasnudeln statt Reisnudeln verwenden?

Ja. Glasnudeln müssen ebenfalls nach Packungsanleitung zubereitet, kalt abgespült, gut abgetropft und bei Bedarf gekürzt werden. Ihre Konsistenz ist meist glatter und elastischer als die von Reisnudeln.

Warum werden meine Sommerrollen gummiartig?

Reispapier kann im Kühlschrank austrocknen und zäh werden. Auch ein sehr dickes oder doppelt verwendetes Reisblatt wirkt fester. Frisch gerollte Sommerrollen haben die angenehmste Konsistenz.

Kann ich Sommerrollen am Vortag vorbereiten?

Es ist möglich, aber nicht ideal. Besser ist es, Nudeln, Gemüse, Sauce und gegarte Proteinquellen getrennt vorzubereiten und die Rollen am Serviertag zu wickeln.

Wie verhindere ich, dass Sommerrollen zusammenkleben?

Die Rollen mit Abstand in einer Lage ablegen und mit Backpapier oder Salatblättern voneinander trennen. Nicht ungeschützt übereinanderstapeln.

Kann ich die Sommerrollen einfrieren?

Das Einfrieren ist nicht empfehlenswert. Gemüse und Kräuter verlieren beim Auftauen ihre knackige Struktur, während das Reispapier klebrig, rissig oder zäh werden kann.

Kann ich die Erdnusssauce vorbereiten?

Ja. Die Sauce lässt sich ein bis zwei Tage im Voraus anrühren und luftdicht im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren wird sie gründlich umgerührt und bei Bedarf mit etwas warmem Wasser verdünnt.

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Vegetarische Sommerrollen mit Erdnusssauce

Sommerrollen mit Reisnudeln, Gemüse, Kräutern und cremiger Erdnusssauce

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Vietnamesisch inspirierte Sommerrollen aus Reispapier mit Reisnudeln, knackigem Gemüse, frischen Kräutern und einer cremigen Erdnusssauce. Das Rezept ergibt etwa zwölf mittelgroße Rollen.

  • Author: Aziz
  • Prep Time: 35 Minuten
  • Cook Time: 10 Minuten
  • Total Time: 45 Minuten
  • Yield: 12 Sommerrollen, etwa 4 Portionen 1x
  • Category: Vorspeise, leichtes Hauptgericht
  • Method: Einweichen, Rollen
  • Cuisine: Vietnamesisch inspiriert
  • Diet: Vegan

Ingredients

Scale

Für die Sommerrollen

  • 12 trockene Reisblätter, etwa 22 cm Durchmesser
  • 80 g dünne Reisnudeln
  • 1 mittelgroße Karotte, geschält
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 rote Paprika
  • 100 g Rotkohl
  • 12 kleine, weiche Salatblätter
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 20 g frische Minze
  • 20 g frischer Koriander, optional teilweise durch Thai-Basilikum ersetzbar
  • Lauwarmes Wasser zum Einweichen der Reisblätter

Für die Erdnusssauce

  • 120 g cremige Erdnussbutter
  • 100 ml warmes Wasser, bei Bedarf etwas mehr
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 1 TL Sesamöl
  • Chiliflocken oder Sriracha nach Geschmack, optional

Instructions

  1. Reisnudeln vorbereiten: Die Reisnudeln nach Packungsanleitung garen oder in heißem Wasser ziehen lassen. In ein Sieb abgießen, kurz mit kaltem Wasser abspülen und gründlich abtropfen lassen. Vollständig abkühlen lassen und mit einer Küchenschere zwei- bis dreimal durchschneiden.
  2. Gemüse schneiden: Karotte, Gurke und Paprika in etwa 6 bis 8 cm lange, schmale Streifen schneiden. Den Rotkohl sehr fein schneiden. Salat und Kräuter waschen und sorgfältig trocknen. Die Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden.
  3. Erdnusssauce anrühren: Erdnussbutter, Sojasauce, Limettensaft, Ahornsirup, Knoblauch, Sesamöl und optional Chili verrühren. Das warme Wasser schrittweise einarbeiten, bis eine cremige, gut dipbare Sauce entsteht. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzufügen.
  4. Arbeitsplatz vorbereiten: Eine flache Schale mit lauwarmem Wasser füllen. Alle vorbereiteten Zutaten griffbereit aufstellen und eine glatte Arbeitsfläche leicht befeuchten.
  5. Reispapier einweichen: Ein trockenes Reisblatt etwa 5 bis 10 Sekunden in das Wasser tauchen. Herausnehmen, solange es noch leicht fest ist, und flach auf die Arbeitsfläche legen. Etwa 15 bis 20 Sekunden nachweichen lassen.
  6. Sommerrolle füllen: Ein kleines Salatblatt im unteren Drittel des Reispapiers platzieren. Eine kleine Portion Reisnudeln sowie einige Streifen Karotte, Gurke, Paprika, Rotkohl, Frühlingszwiebeln und Kräuter darauflegen. An beiden Seiten mindestens 4 cm frei lassen.
  7. Sommerrolle rollen: Den unteren Rand über die Füllung schlagen und vorsichtig festziehen. Die linke und rechte Seite nach innen klappen. Anschließend die Sommerrolle mit gleichmäßigem, sanftem Druck vollständig aufrollen.
  8. Restliche Rollen zubereiten: Die Schritte mit den übrigen Reisblättern wiederholen. Immer nur ein Reisblatt gleichzeitig einweichen, damit die Blätter nicht zusammenkleben.
  9. Servieren: Die fertigen Sommerrollen mit etwas Abstand auf einer Platte anrichten oder durch Backpapier beziehungsweise Salatblätter voneinander trennen. Mit der Erdnusssauce servieren.

Notes

  • Das Reispapier sollte im Wasser noch nicht vollständig weich werden. Es nimmt auf der Arbeitsfläche weiter Feuchtigkeit auf.
  • Je nach Marke können bereits 3 bis 5 Sekunden im Wasser ausreichen. Am besten zuerst ein einzelnes Reisblatt testen.
  • Frische, bereits weiche Reisblätter nicht einweichen. Nach Packungsanleitung trennen, abdecken und direkt füllen.
  • Reisnudeln, Gemüse, Salat und Kräuter müssen vollständig abgekühlt beziehungsweise sorgfältig abgetrocknet sein.
  • Die Rollen nicht überfüllen. Zu viel Füllung ist eine häufige Ursache für gerissenes Reispapier und offene Seiten.
  • Für Sommerrollen mit Tofu 250 g festen Tofu in Stifte schneiden, vollständig anbraten, abkühlen lassen und einen Teil der Reisnudeln damit ersetzen.
  • Für Sommerrollen mit Garnelen etwa 300 g vollständig gegarte und geschälte Garnelen verwenden. Große Garnelen können längs halbiert werden.
  • Für Sommerrollen mit Hähnchen etwa 300 g vollständig durchgegarte Hähnchenbrust abkühlen lassen und in dünne Streifen schneiden.
  • Fertig gerollte Sommerrollen schmecken frisch am besten. Für eine längere Vorbereitung die Bestandteile getrennt kühlen und erst am Serviertag rollen.
  • Die angegebenen Nährwerte sind Näherungswerte und hängen von den verwendeten Reisblättern, der Erdnussbutter und der verzehrten Saucenmenge ab.

Nutrition

  • Serving Size: 3 Sommerrollen mit Erdnusssauce
  • Calories: 435
  • Sugar: 7 g
  • Sodium: 560 mg
  • Fat: 17 g
  • Saturated Fat: 3 g
  • Unsaturated Fat: 14 g
  • Trans Fat: 0 g
  • Carbohydrates: 58 g
  • Fiber: 5 g
  • Protein: 12 g
  • Cholesterol: 0 mg

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