Feigenmarmelade selber machen ist einfacher, als viele denken – und lohnt sich besonders in den Herbstwochen, wenn frische Feigen reif und aromatisch sind. Mit Gelierzucker im Verhältnis 2:1 gelingt die Marmelade zuverlässig, bleibt angenehm fruchtig-süß statt übersüßt und lässt sich nach Belieben mit einem Schuss Balsamico-Essig verfeinern. Dieses Rezept zeigt Schritt für Schritt, wie frische Feigen verarbeitet werden – von der Vorbereitung bis zum sicheren Einfüllen ins Glas.
Welche Feigen eignen sich am besten?
Für Feigenmarmelade eignen sich vollreife, weiche Feigen am besten. Sie erkennt man daran, dass die Schale leicht nachgibt und an der Blüte ein kleiner Riss sichtbar ist – ein Zeichen für hohen Zuckergehalt und intensives Aroma. Überreife, angeschlagene Stellen können großzügig weggeschnitten werden, der Rest der Frucht lässt sich problemlos weiterverarbeiten. Grüne oder harte Feigen bringen dagegen zu wenig Süße und Aroma mit und sollten für dieses Rezept nicht verwendet werden.
Zutaten für Feigenmarmelade
Für ca. 3 Gläser à 200 ml:

- 1 kg reife Feigen, gewaschen, geviertelt
- 500 g Gelierzucker 2:1
- Saft von 1 Zitrone
- optional: 2 EL Balsamico-Essig
- optional: Mark von 1 Vanilleschote
Der Zitronensaft ist kein reines Geschmackselement, sondern unterstützt durch seinen Säuregehalt den Gelierprozess und sorgt gleichzeitig für eine ausgewogene Süße.
Feigenmarmelade Schritt für Schritt kochen
Feigen vorbereiten
Die Feigen waschen, den Stielansatz entfernen und die Früchte vierteln. In einem großen Topf mit dem Zitronensaft (und bei Bedarf dem Vanillemark) kurz andünsten, bis sie weich werden. Für eine Marmelade mit stückiger Textur die Hälfte der Fruchtmasse mit einem Pürierstab fein pürieren, den Rest der Feigenstücke unverändert lassen. So entsteht eine Konsistenz, die weder komplett glatt noch zu grob ist. Die Vorbereitung nimmt insgesamt etwa 20 Minuten in Anspruch.
Einkochen und Gelierprobe
Den Gelierzucker einrühren und die Masse unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Ab dem ersten Sprudeln 4 Minuten kochen lassen – die genaue Kochzeit richtet sich nach der Herstellerangabe auf der jeweiligen Gelierzucker-Packung, da sich Produkte leicht unterscheiden können.
Ob die Marmelade fest genug ist, zeigt die klassische Gelierprobe: Einen Teelöffel Marmelade auf einen kalten Teller geben und kurz abkühlen lassen. Bildet sich eine leicht wellige Haut, die beim Kippen des Tellers nicht sofort zerläuft, ist die Marmelade fertig. Ist sie noch zu flüssig, weitere 1–2 Minuten köcheln lassen und die Probe wiederholen.

Variante mit Balsamico
Wer der Feigenmarmelade eine leicht säuerliche, komplexere Note geben möchte, rührt kurz vor Ende der Kochzeit 2 EL Balsamico-Essig unter. Der Essig sollte nicht von Anfang an mitkochen, da sich sein Aroma sonst zu stark verflüchtigt. Diese Variante passt besonders gut zu würzigem Käse oder als Begleiter zu herzhaften Gerichten.
Richtig einfüllen und haltbar machen
Die fertige Marmelade noch heiß in saubere, sterilisierte Gläser füllen und sofort fest verschließen. Die Gläser anschließend für etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen – dadurch wird auch der Deckel im Inneren sterilisiert und ein Vakuum entsteht, das die Haltbarkeit sichert.

Ungeöffnet und kühl sowie dunkel gelagert hält sich die Feigenmarmelade etwa 12 Monate. Nach dem Öffnen sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 3–4 Wochen aufgebraucht werden.
Gut zu wissen: Dieses Rezept arbeitet mit Gelierzucker und damit mit Pektin als Geliermittel. Das unterscheidet es zum Beispiel von Pflaumenmus, das ganz ohne Geliermittel auskommt und stattdessen durch langes Einkochen eindickt. Wie sich Pektin dabei grundsätzlich von Gelatine unterscheidet, erklärt der Beitrag Unterschied zwischen Pektin und Gelatine.
Wer die Fruchtsaison weiter nutzen möchte, findet im Quittengelee-Rezept ein weiteres Fruchtgelee der Saison. Und für alle, die gleich mehrere Gläser für den Vorrat einkochen wollen, lohnt sich ein Blick auf weitere herbstliche Vorratsrezepte.
PrintFeigenmarmelade Rezept – einfach selbst gemacht
Fruchtig-süße Feigenmarmelade mit Gelierzucker, schnell selbst gemacht – wahlweise mit einem Schuss Balsamico-Essig für eine feine säuerliche Note.
- Prep Time: 20 minutes
- Cook Time: 15 minutes
- Total Time: 35 minutes
- Yield: 3 Gläser (à 200 ml) 1x
- Category: Marmelade
- Method: Kochen
- Cuisine: Deutsch
- Diet: Vegan
Ingredients
- 1 kg reife Feigen, gewaschen, geviertelt
- 500 g Gelierzucker 2:1
- Saft von 1 Zitrone
- optional: 2 EL Balsamico-Essig
- optional: Mark von 1 Vanilleschote
Instructions
- Feigen waschen, Stielansatz entfernen und vierteln.
- Feigen mit Zitronensaft (und ggf. Vanillemark) in einem großen Topf andünsten, bis sie weich sind.
- Die Hälfte der Fruchtmasse mit einem Pürierstab fein pürieren, den Rest stückig lassen.
- Gelierzucker einrühren und unter ständigem Rühren 4 Minuten sprudelnd kochen (Herstellerangabe auf der Packung beachten).
- Gelierprobe auf einem kalten Teller machen; bei Bedarf 1–2 Minuten weiterkochen.
- Optional 2 EL Balsamico-Essig kurz vor Ende der Kochzeit einrühren.
- Marmelade heiß in sterilisierte Gläser füllen, sofort verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen.
Notes
Ungeöffnet kühl und dunkel gelagert ca. 12 Monate haltbar; geöffnet im Kühlschrank innerhalb von 3–4 Wochen verbrauchen.
Nutrition
- Serving Size: 1 EL (20 g)
- Calories: 45
- Sugar: 11g
- Sodium: 1mg
- Fat: 0g
- Saturated Fat: 0g
- Unsaturated Fat: 0g
- Trans Fat: 0g
- Carbohydrates: 11g
- Fiber: 1g
- Protein: 0g
- Cholesterol: 0mg
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Feigenmarmelade ohne Gelierzucker machen?
Ja, das ist möglich, erfordert aber eine deutlich längere Kochzeit, da die Marmelade dann allein durch Verdunstung und den natürlichen Pektingehalt der Feigen eindickt. Das Ergebnis ist meist weniger fest und die Süße muss individuell mit normalem Zucker abgeschmeckt werden. Dieses Rezept setzt bewusst auf Gelierzucker 2:1, um ein zuverlässiges, schnelles Ergebnis zu erzielen.
Warum wird meine Feigenmarmelade nicht fest?
Meist liegt es an einer zu kurzen Kochzeit oder einer zu geringen Menge Gelierzucker im Verhältnis zur Fruchtmenge. Die Gelierprobe auf dem kalten Teller schafft hier Klarheit – im Zweifel lieber ein bis zwei Minuten länger sprudelnd kochen.
Wie verarbeite ich frische Feigen am besten für Marmelade?
Frische Feigen müssen für Marmelade nicht geschält werden; die Schale enthält viel Aroma und Pektin. Waschen, den harten Stielansatz entfernen und vierteln reicht aus, bevor die Früchte im Topf angedünstet werden.
Wie lange ist selbstgemachte Feigenmarmelade haltbar?
Ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert hält sich die Marmelade rund 12 Monate. Nach dem Öffnen sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 3–4 Wochen verbraucht werden.



